Low angle view of girl throwing a bottle, Poland, podkarpackie, Dębica
Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Kreislaufwirtschaft

Ein weiterer wesentlicher Beitrag in unserer Entwicklungs-, Innovations- und Produktions­arbeit ist das Denken in der Kreislauf­wirtschaft: Wieder­verwendung, Recycling usw. Der Klima­wandel, der Verlust der Artenvielfalt und die Umwelt­ver­schmutzung stellen erhebliche Gefahren für die Lebens­grundlagen der Menschheit dar. Die derzeitige Übernutzung der natürlichen Ressourcen ist eine der Haupt­ursachen für diese Probleme.

Wir richten unser Handeln zunehmend am Prinzip der Kreisl­auf­wirtschaft aus. In unserer Produktion verwenden wir verstärkt recycelte und abfall­basierte Rohstoffe, recyceln Betriebs­mittel und erweitern unsere Kapazitäten zur Rück­gewinnung von Edel­metallen aus verbrauchten Auto- und Industrie­katalysatoren. Darüber hinaus entwickeln wir produkt­spezifische Recycling­technologien und engagieren uns in branchen­übergreifenden Netz­werken sowie Initiativen zur Vermeidung von Plastikmüll und zur Stärkung der Kreis­lauf­wirtschaft.

Unser Produkt­portfolio und unsere Forschungs- und Entwicklungs­einheiten sind auf nachhaltige Lösungen ausgerichtet. Gemäß unserer aktualisierten Portfolio­bewertungs­methode TripleS (Sustainable Solution Steering) trugen im Jahr 2023 rund 1 Milliarde Euro unserer jährlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung zu potenziellen Sustainable-Future Solutions bei.

TripleS und Sustainable-Future-Lösungen
Unsere Gesellschaft und Kunden haben in den letzten Jahrzehnten eine große Verantwortung für Nachhaltigkeit übernommen.

Focus Areas

Zirkuläre Rohstoffe
Im Rahmen unserer Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit prüfen wir kontinuierlich, ob fossile und petrochemische Ressourcen durch erneuerbare oder auf Recycling basierende Alternativen ersetzt werden können.
Neue Materialkreisläufe
Unter neuen Materialkreisläufen verstehen wir Produkte, die den Kreislauf schließen („close the loop), indem sie auf erneuerbaren oder recycelten Rohstoffen basieren oder die Recyclingfähigkeit und/oder biologische Abbaubarkeit ermöglichen.

Kreislaufwirtschaft bedeutet die Entkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch. Die BASF treibt die Kreislaufwirtschaft voran, indem sie das Beste aus den begrenzten Ressourcen unseres Planeten macht: Wir nutzen die Ressourcen so lange wie möglich, minimieren Abfälle und schaffen Wert mit nachwachsenden Rohstoffen. 

Vorschaubild Video: Kreislaufwirtschaft bei BASF

Wir tragen dazu bei, die Kreisläufe zu schließen und zu erweitern, indem wir Kreislauflösungen für die von uns bezogenen Stoffe entwickeln und umsetzen, unseren Betrieb weiter optimieren und ressourceneffiziente Produkte und Dienstleistungen anbieten, die die Kreislaufprozesse unserer Kunden unterstützen. 

Wir streben den Übergang zu einer kreislauforientierteren Wirtschaft an, indem wir verstärkt recycelte und erneuerbare Rohstoffe einsetzen, neue Materialkreisläufe gestalten und neue Geschäftsmodelle schaffen. Deshalb hat BASF ein neues Kreislaufwirtschafts-Programm aufgelegt. Bis zum Jahr 2030 will das Unternehmen den Umsatz mit Lösungen für die Kreislaufwirtschaft, den sogenannten Loop Solutions, auf 10 Milliarden Euro verdoppeln. Sie umfassen die Einnahmen aus unseren Produkten für die Kreislaufwirtschaft, die auf nachwachsenden oder recycelten Rohstoffen basieren oder den Recyclingprozess unterstützen ("close the loop"), sowie Produkte, die die Haltbarkeit oder Lebensdauer von Materialien verlängern ("extend the loop"). Dafür konzentriert sich BASF auf drei Aktionsfelder: Zirkuläre Rohstoffe, neue Materialkreisläufe und neue Geschäftsmodelle. 

Neue Rohstoffe

Wir werden die Menge an erneuerbaren und recycelten Rohstoffen aus nachhaltigen Quellen, die wir bereits als Drop-in-Lösung einsetzen, weiter erhöhen. In einem herausfordernden Umfeld mit begrenzter Verfügbarkeit alternativer Rohstoffe verfolgen wir noch das Ziel, ab 2025 jährlich 250.000 Tonnen recycelte und abfallbasierte Rohstoffe in unserer Produktion zu verarbeiten, zum Beispiel Pyrolyseöl aus gemischten Kunststoffabfällen oder Altreifen. Der zertifizierte Massenbilanzansatz ermöglicht es uns, Produkte mit einem zugewiesenen Anteil an erneuerbaren oder recycelten Rohstoffen anzubieten. Kunden können diese Produkte wählen, wenn sie einen Beitrag zur Einsparung fossiler Ressourcen und zu einem geringeren Kohlenstoff-Fußabdruck leisten wollen. Wir bieten auch ein biobasiertes Portfolio an, z.B. für KörperpflegeprodukteErnährung oder Kunststoffe.

Neue Rohstoffe

The collaboration is part of BASF’s ChemCyclingTM project which focusses on chemically reprocessing post-consumer plastic waste on an industrial scale. The pyrolysis oil is fed into the BASF Verbund in Ludwigshafen, thereby replacing fossil resources. The share of recycled raw material is allocated to certain products manufactured in the Verbund by using a third-party audited mass balance approach. The products which carry the name suffix “CcycledTM” have the exact same properties as those manufactured from fossil feedstock. Customers can therefore further process them in the same way as conventionally manufactured products and use them in applications with high demands regarding quality and performance, such as automotive parts.
ChemCycling®
Mit ChemCycling®, einem Projekt zum chemischen Recycling, verfolgt BASF das Ziel, hochwertige Produkte aus chemisch recycelten Kunststoffabfällen in industriellem Maßstab herzustellen. BASF arbeitet mit Technologiepartnern zusammen, die Kunststoffabfälle in Pyrolyseöl umwandeln. Dieses Öl wird in den Produktionsverbund der BASF eingespeist und bestimmten Verkaufsprodukten durch ein von unabhängigen Prüfern auditiertes Massenbilanzverfahren zugeordnet. Die Produkte haben exakt die gleichen Eigenschaften wie die aus fossilen Rohstoffen hergestellten Produkte.
Empty road surrounded with tree and green field on either sides
Biomassenbilanz
Der BASF-Biomassebilanzansatz (BMB) trägt zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe im BASF-Produktionsverbund bei und ist auf den Großteil des BASF-Produktportfolios anwendbar. Biomasse-Bilanzlösungen reduzieren CO2-Emissionen und sparen fossile Ressourcen. 
Smiling lady in a blue uniform and hat holding a bunch of red rambutan fruit
Bio-basierte Produkte
Das spezielle biobasierte Portfolio der BASF bietet Lösungen für zahlreiche Anwendungen. Entweder als Ersatz für eine fossile Alternative (so genannte Drop-Ins), um den Kohlenstoff-Fußabdruck zu reduzieren, oder als neue Produkte, die ihre einzigartigen Eigenschaften nutzen. 
 

Neue Materialkreisläufe

Neue Geschäftsmodelle

06638_2021 Kunststoff Recycling Gruenstadt GmbH
Infrarot-Spektroskopie (trinamiX)
trinamiX GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der BASF, hat mobile Nahinfrarot (NIR)-Spektroskopie-Lösung entwickelt, um Kunststoffe für eine einfachere Sortierung zu identifizieren. Mit Hilfe der einzigartigen Kombination aus handlichem Messgerät, intelligenter Datenanalyse und mobiler App lassen sich Kunststoffe genau bestimmen und unterscheiden. Das erleichtert die sortenreine Trennung von Bauteilen und Verpackungsmaterialien nach Kunststoff und damit Recycling und Wiederverwertbarkeit. Das zahlt sich aus, für Umwelt wie Anwender.
Older man in a grey polo crouched down looking at his phone in a green field
xarvio™ - Die Zukunft der Land­wirt­schaft
xarvio™ - Digital Farming Solutions bietet digitale Produkte an, die unabhängige feldzonenspezifische agronomische Beratung liefern, damit die Landwirte ihre Pflanzen am effizientesten produzieren können. Die Nutzung von xarvio™ bedeutet eine bessere Übersicht, weniger Risiko und mehr Zuverlässigkeit bei der Planung und Verwaltung von Feldern und Feldzonen durch den Einsatz einer mobilen App. Die Produkte „SCOUTING“, „FIELD MANAGER“ und „HEALTHY FIELDS“ werden bereits von Landwirten in mehr als 100 Ländern weltweit eingesetzt.
 
 

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