Nachhaltigkeit
Der Biomassenbilanz-Ansatz von BASF
Die Biomassenbilanz ist ein Wegbereiter für die grüne Transformation
Die Massenbilanz als Chain-of-Custody-Modell ermöglicht die gleichzeitige Verwendung einer Mischung aus alternativen und konventionellen Rohstoffen in bestehenden Produktionssystemen. Die BASF gehörte zu den ersten Unternehmen, die dieses Konzept in der chemischen Industrie eingeführt haben, da sie dessen Bedeutung für die Verbesserung der Produkttransparenz und Nachhaltigkeit erkannt hat.
Der Biomassenbilanz-Ansatz spielt eine wichtige Rolle beim Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen wie Biomethan und Bionaphtha als Drop-in-Lösung am Anfang unseres komplexen, vernetzten Produktionsnetzwerks. Dies reduziert den Verbrauch fossiler Rohstoffe und ermöglicht es, die Nachfrage unserer Kunden nach Kreislauf- oder Low-PCF-Lösungen zu bedienen.
Für unser Biomassenbilanzportfolio beziehen wir nachwachsende Rohstoffe, die nach anerkannten Nachhaltigkeitszertifizierungssystemen wie ISCC PLUS oder REDcert2 zertifiziert sind.
Vorteile des Biomassenbilanz-Ansatzes
Die Funktionsweise der Massenbilanz
Bei der Massenbilanz handelt es sich um ein Chain-of-Custody-Modell (siehe ISO 22095), das die Zuordnung spezifischer Eigenschaften von Input-Materialien in einer Mischung von Inputs zu spezifischen Output-Materialien ermöglicht.

Kohlenstoffatome, oft als „C-Atome“ bezeichnet, sind die Grundbausteine organischer Verbindungen und können aus verschiedenen Quellen stammen. Komplexe, miteinander verknüpfte Produktionssysteme machen es schwierig zu bestimmen, wo die Atome landen. Da fossile und nachwachsende Rohstoffe gleichzeitig verarbeitet werden, können die Rohstoffe nicht direkt physikalisch den entstehenden Derivaten zugeordnet werden. Diese Komplexität der Produktion macht es schwierig, die Herkunft jedes Bestandteils des Endprodukts zurückzuverfolgen.
Durch das Massenbilanzverfahren können wir die am Anfang unserer Wertschöpfungsketten eingesetzten nachhaltigen, nachwachsenden Rohstoffe den einzelnen Produkten und Chargen zuordnen.
Das Versprechen: Für jede gekaufte Tonne biomassenbilanzierter Produkte ersetzen wir die erforderliche Menge an fossilen Rohstoffen durch nachwachsende Rohstoffe.
Unabhängige Zertifizierungssysteme wie REDcert2 oder ISCC PLUS überprüfen und bescheinigen den ordnungsgemäßen Ersatz von fossilen Rohstoffen und die korrekte Zuordnung.
Unsere BMB-Produkte: Nachhaltige Alternativen für fast alle Branchen
Mit mehr als 1.500 BMB-Produkten für den Einsatz in beispielsweise. Superabsorbern, Dispersionen, Kunststoffen und Zwischenprodukten bieten wir unseren Kunden schon heute eine Differenzierungsmöglichkeit im Markt. Ein verbesserter CO2-Fußabdruck von Produkten (PCF) oder die die Substitution fossiler Ressourcen sind wichtige Hebel, um die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Kunden können sich zudem auf die gewohnte Produktqualität und -leistung verlassen und profitieren von einer nachhaltigen Drop-in-Lösung und einem Beitrag für die Umwelt.
Wertschöpfung mit Methanol aus Biomasse (auf Englisch)
OPPANOL® BMBcert™ Biomass Balanced
Dicykan BMBcert™ - ein ausgeglichenes Produkt für Biomasse (auf Englisch)
Unabhängige Zertifizierung für BMB-Produkte
BASF hat eine geschlossene Chain of Custody von den eingesetzten nachwachsenden Rohstoffen bis zum Endprodukt etabliert. Eine unabhängige Zertifizierung bestätigt, dass BASF die erforderlichen Mengen an fossilen Rohstoffen für das Biomassebilanzprodukt durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt hat. Die biomassenbilanzierten Produkte der BASF sind entweder nach REDcert2 oder nach ISCC Plus zertifiziert.


Die Beschaffung von Rohstoffen für Biomassenbilanzprodukte folgt den BASF-Grundsätzen für eine verantwortungsvolle Beschaffung von nachwachsenden Rohstoffen
- Wir beziehen nachwachsende Rohstoffe, um den CO2-Fußabdruck unserer Produkte zu verringern und einen Beitrag zum Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft zu leisten. Die Beschaffung abfallbasierter nachwachsender Rohstoffe ist Teil dieser Bemühungen.
- Wir sind bestrebt, die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren und die Bemühungen zu maximieren, den Verlust der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme innerhalb unseres Kontroll- und Einflussbereichs aufzuhalten und umzukehren. Wir halten uns an die länderspezifischen Regelungen zum Zugang und Vorteilsausgleich (Nagoya-Protokoll).
- Wir unterstützen die Erhaltung von Wäldern mit hohem Kohlenstoffbestand oder hohem Naturschutzwert, Torfgebieten und gleichwertigen ökologisch und kulturell wichtigen Landschaften, die mit dem Ursprung unserer Lieferketten verbunden sind. Bei der Beschaffung setzen wir die Waldschutzposition der BASF um.
- Wir erwarten gute land- und forstwirtschaftliche Praktiken, insbesondere zur Erhaltung der Bodengesundheit, zur Minimierung des Wasserverbrauchs, zur Verringerung von Eutrophierungsrisiken und anderen negativen Auswirkungen auf die Wasserqualität entlang der Lieferkette.